MARKTHEIDENFELD Neue Geschäftsführerin des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Marktheidenfelder Gruppe wird Christine Deubert. Dies beschloss die Verbandsversammlung am Dienstag und verabschiedete den Haushaltsplan für das Jahr 2014.
Zunächst blickte der Vorsitzende, Bischbrunns Bürgermeister Richard Krebs, auf 2013 zurück, das nach dem 100. Jubiläumsjahr ruhig verlaufen sei. Der lange gehegte Wunsch, den Hochbehälter in Bischbrunn ordentlich an die Anlagen anzuschließen, wurde verwirklicht. Die Arbeiten an der Entsäuerungsanlage im Weihersgrund seien abgeschlossen. Die Abrechnung werde aber wegen der Insolvenz der zunächst beauftragten Baufirma noch geraume Zeit in Anspruch nehmen.
Die Bemühungen zur Neuausweisung eines Wasserschutzgebiets wurden weitergeführt. Krebs begrüßte die Entscheidung des Europäischen Parlaments, den Kommunen in Sachen Trinkwasserversorgung keinen Privatisierungsdruck zu schaffen. Trinkwasser sei keine normale Ware und es gelte, gerade im Hinblick auf das Transatlantische Freihandelsabkommen mit den USA, weiterhin wachsam zu bleiben.
Beim Personal habe man mit Simon Franz einen jungen stellvertretenden technischen Leiter für den ausgeschiedenen Mitarbeiter Gerd Gerberich eingestellt. Der Technische Betriebsleiter Klaus Woitas wurde in den Prüfungsausschuss für Rohrnetzbauer der IHK Würzburg-Schweinfurt berufen. Mit der positiven Nachricht, dass 2013 eine Sondertilgung von 100 000 Euro die Schuldenlast des Verbands zusätzlich minderte, schloss der Vorsitzende.
Im Betriebsbericht für 2013 sprach Woitas davon, dass die Bereiche Unterhaltung, Wartung und Instandsetzung stärker in den Vordergrund getreten seien. Im dritten Quartal des laufenden Jahres wolle man den überarbeiteten Antrag zur Ausweisung neuer Wasserschutzgebiete bei den Behörden einreichen. Eine Neuverhandlung der Stromlieferung ergab eine künftige jährliche Kostenersparnis von etwa 3000 Euro. Woitas wies auf zwei größere Rohrbrüche in den Verbandsanlagen hin. Außerdem waren etwa 50 Störungen, meist im Bereich Elektrik, zu beheben.
Bei der Jahresrechnung 2012 machte Steuerberaterin Jutta Wassermann deutlich, dass der Verband die bisherige Verlustzone verlasse und künftig mit Gewinnen rechnen könne. Für die wegen einer Erkrankung entschuldigte Verbandskämmerin Christina Hermann von der Stadtverwaltung Marktheidenfeld stellte technischer Leiter Woitas den im Dezember vorberatenen Haushaltsplan für Jahr 2014 vor. Er umfasste 1,47 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 623 472 Euro im Vermögenshaushalt. Das Wasserentgelt für die Verbandsgemeinden bleibt bei 1,80 Euro je Kubikmeter.
Nachdem zwei kleinere Beanstandungen des kommunalen Prüfungsverbands ausgeräumt werden konnten, entlastete die Versammlung nach dem Vortrag des Prüfberichts die Jahresrechnungen des Zweckverbands 2008 mit 2011 durch einstimmigen Beschluss.
Der bisherige Geschäftsführer Erich Rothaug wird Ende September nach über 35 Jahren sein Amt niederlegen, deshalb stellte die Verbandsversammlung bereits die personellen Weichen. Vorsitzender Richard Krebs stellte Christine Deubert aus Rettersheim als Nachfolgerin vor. Als Sachgebietsleiterin für Wasserrecht und Beitragsrecht bei der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld biete sie beste fachliche und persönliche Voraussetzungen. Der Beschluss für Deubert als künftige Geschäftsführerin fiel einstimmig.
Martin Harth

Neue Geschäftsführerin: Die Verwaltungsangestellte Christine Deubert aus Rettersheim wird im Oktober auf Vorschlag des Vorsitzenden Richard Krebs
die Geschäftsführung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Marktheidenfelder Gruppe übernehmen.
Foto: Martin Harth